Osteopathie

Was ist Osteopathie?
Osteopathie ist eine systemische Form der manuellen Therapie, die den Menschen aus ganzheitlicher Sicht betrachtet und die gegenseitige Abhängigkeit der verschiedenen Körpersysteme berücksichtigt. Dabei geht die Osteopathie davon aus, dass ein Körper funktioniert, wenn er uneingeschränkt bewegungsfähig ist. Damit meint der Osteopath nicht nur die Bewegungen der Muskeln und Gelenke, sondern auch die zum Teil unbewussten Bewegungen von beinahe allen Körperteilen und Organen.

Wann kann Osteopathie helfen?
Kommt es zu Bewegungsverlust, kann dies zu Verspannungen, Haltungsschäden, Dysfunktionen und damit zu Schmerzen führen. Der Osteopath kann diese Bewegungseinschränkungen aufspüren und den Körper unterstützen, sie aufzulösen.
Die Osteopathie kann Menschen jeglicher Alterstufen helfen bei
  • chronischen Schmerzen des Gelenk- oder Muskelapparates wie z. B. Nacken- und Rückenschmerzen
  • sowie bei Migräne, Lern-, Konzentrations- oder Schlafstörungen
  • Bewegungseinschränkungen und Schmerzen durch chronische Krankheiten
  • oder nach Unfällen und Operationen
Woher kommt die Osteopathie?
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still die Grundlagen der heutigen Osteopathie. Er begründete auch den Leitgedanken „Leben ist Bewegung“. Im Verlauf der Jahrzehnte haben sich die Methoden der Osteopathie rasant weiterentwickelt und sich den aktuellen wissenschaftlichen Methoden angepasst.

Welche Ausbildung haben Osteopathen?
Nach einer fünf- bis sechsjährigen Grundausbildung absolvieren Osteopathen eine schriftliche sowie praktische Abschlussprüfung. Es kann eine Diplomarbeit verfasst werden. Zusätzlich aktualisieren Osteopathen ihren Wissensstand durch regelmäßige Fortbildungen.

Da die Osteopathie in den USA sowie in Großbritannien seit Jahrzehnten einen festen Platz im Gesundheitswesen hat, sind die entsprechenden Fakultäten dort schon lange etabliert. In den letzten zehn Jahren hat sich das Interesse an der Osteopathie in Deutschland so verstärkt, dass hier ebenfalls zunehmend Schulen und Fakultäten für Osteopathie gegründet werden.